Gast
Patrick Löffler
Was haben ein Finanz Technologie Gründer, ein Snowboard Profi und ein erfahrener Yogi gemeinsam? In diesem Fall alles. Patrick Löffler vereint scheinbare Gegensätze und zeigt, dass man im Leben nicht nur eine Rolle einnehmen muss. Als Gründer von givve, einer Lösung für Mitarbeiter Benefits mit über 600000 Nutzerinnen und Nutzern, blickt er auf eine beeindruckende unternehmerische Laufbahn zurück.
Doch seine Geschichte beginnt weit früher mit einer Leidenschaft für Sport, einer spirituellen Praxis im Yoga und einem tiefen Verständnis dafür, wie man echte Unternehmenskultur lebt.

Obwohl Patrick Snowboard Profi war, 30 Jahre Yoga Praxis mitbringt und ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut hat, sieht er sich selbst nicht als Multi Talent. Vielmehr beschreibt er sich als Patrick. Echt, präsent, klar.
Diese Klarheit zieht sich durch seinen gesamten Führungsstil. Auch in seinem 70 köpfigen Team, das größtenteils ortsunabhängig arbeitet, ist seine Philosophie spürbar. Jeder darf und soll so sein, wie er oder sie wirklich ist. Authentizität ist kein Modewort, sondern Teil der täglichen Kultur.
Sein Weg ins Unternehmertum begann wie so vieles in seinem Leben mit einer tiefen inneren Erkenntnis. In einer Yoga Stunde wurde ihm klar: Ich kann doch nicht im Shavasana über einen drei Liter Diesel nachdenken. Diese Reflexion war der Auslöser für einen radikalen Schritt. Raus aus dem sicheren Angestelltenverhältnis, rein in die Selbstständigkeit.
Patrick hatte bereits unternehmerische Erfahrung aus dem Studium. Eine eigene Bar, ein Surf Magazin, beides mit Freunden gegründet. Das Unternehmer Gen war also vorhanden. Doch erst in dieser Yoga Stunde traf er die Entscheidung, voll und ganz den eigenen Weg zu gehen.
Schon früh wusste Patrick, dass er einen Ort schaffen wollte, an dem Menschen so sein dürfen, wie sie wirklich sind. Keine Masken, kein Verstellen. In seinen eigenen Worten: Ich wollte eine Firma, in der ich mich nicht verstellen muss und in der sich auch mein Gegenüber nicht verstellen muss.
Dieser Gedanke ist heute der Kern seiner Unternehmenskultur. Eine Kultur, die auf Vertrauen, Offenheit und Menschlichkeit basiert. Und auf einem tiefen Verständnis dafür, dass Menschen nicht jeden Tag gleich funktionieren und das auch nicht müssen.
Ein zentraler Punkt in Patricks Denken ist folgende Erkenntnis. Wahre Freiheit entsteht durch Disziplin und Verbindlichkeit. Diese Haltung stammt nicht nur aus dem Berufsleben, sondern ist tief mit seiner Yoga Praxis verwoben. Was auf den ersten Blick widersprüchlich klingt, entpuppt sich als echtes Erfolgsprinzip:
Ortsunabhängiges Arbeiten funktioniert nur mit klaren Strukturen
Freiheit im Alltag braucht feste Routinen
Kreativität entsteht, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert
Ein Beispiel aus dem Unternehmen: Patrick arbeitet seit 15 Jahren mit demselben technischen Leiter zusammen. Kommunikation läuft ausschließlich über ein Aufgaben System. Was nach einem Albtraum klingt, ist in Wahrheit eine Schule der Klarheit. Je präziser die Kommunikation, desto besser das Ergebnis.
Ein weiteres Prinzip, das Patrick lebt, ist die sogenannte zwei Prozent Mentalität. Der Gedanke dahinter: Wenn du langfristig ein leichtes Leben führen willst, musst du vorher harte Entscheidungen treffen. Es sind die kleinen Dinge, die den Unterschied machen:
Immer die Treppe statt den Aufzug nehmen
Den anstrengenderen, aber sinnvolleren Weg wählen
Kleine Routinen konsequent durchziehen
Diese Haltung zieht sich durch sein gesamtes Leben. Ob im Sport, im Beruf oder im Alltag. Es geht darum, mentale Stärke zu trainieren und bewusst zu handeln.
Im Jahr 2010 gründete Patrick mit zwei Partnern das Unternehmen Bonayou, das später zu givve wurde. Die Idee: ein universell einlösbarer Geschenkgutschein auf Prepaid Kreditkarten Basis. Anfänglich war das Angebot auf Endkundinnen und Endkunden ausgerichtet.
Doch der Markt war hart umkämpft, die Werbekosten hoch, die Konkurrenz übermächtig. Schnell stand das junge Unternehmen mehrfach vor dem Aus.
Aufgeben war jedoch keine Option. Patrick und sein technischer Partner waren voll involviert. Es gab kein Zurück mehr. Stattdessen lernten sie, mit extrem knappen Mitteln zu arbeiten. Sparsamkeit wurde zur Grundhaltung. Jeder Euro wurde überdacht. Jede Ausgabe musste sich rechtfertigen.
Patrick Löffler und sein Team haben eines sehr früh verstanden: Wer ein Unternehmen mit Substanz aufbauen will, muss lernen, mit den eigenen Mitteln zu wirtschaften. Keine externen Millionen. Kein künstliches Aufblähen. Stattdessen: Bootstrapping. Das bedeutet, Wachstum aus dem eigenen Umsatz heraus zu finanzieren.
Eine klare Botschaft, die Patrick immer wieder betont: Verkauf löst alles. Ohne Vertrieb kein Umsatz. Ohne Umsatz kein Überleben. Dieser Fokus auf Verkauf war in schwierigen Phasen entscheidend. Ebenso wie der feste Wille, das eigene technische Team zu halten. Denn Technik und Vertrieb waren und sind das Rückgrat des Unternehmens.
Trotz Studium in Betriebswirtschaft glaubte Patrick, die Finanzen selbst im Griff zu haben. Doch rückblickend war das ein Trugschluss. Heute sagt er klar: Ein kompetenter Finanzleiter hätte uns viele Fehler erspart.
Wer ernsthaft wachsen will, sollte sich früh professionelle Unterstützung in der Finanzplanung holen. Ein starker Finanzpartner schafft nicht nur Sicherheit, sondern auch Wachstumsmöglichkeiten, die man alleine oft nicht erkennt.
Der dritte Mitgründer stieg früh aus. Und obwohl man seitdem keinen Kontakt mehr hatte, bleibt eine Lehre: Unternehmertum klingt oft schöner, als es ist. Viele unterschätzen, wie viel Verantwortung, Stress und emotionale Belastung dahinterstecken. Patrick bringt es auf den Punkt: Selbst und ständig. Ein Spruch, der in seinem Fall oft bittere Realität war.
Trotzdem hat das Team stets versucht, eine gesunde Balance zu finden. Kein Arbeiten am Wochenende, Fokus auf Ergebnis statt auf Präsenz. Eine Kultur, die Eigenverantwortung verlangt und fördert. Doch am Ende bleibt: Verantwortung trägt man als Gründer immer. Auch emotional. Auch am Wochenende. Auch nach dem Verkauf.
Patrick hat es geschafft, sich aus dem operativen Tagesgeschäft zurückzuziehen. Möglich wurde das nur, weil er sich getraut hat, Menschen einzustellen, die in vielen Bereichen besser sind als er selbst. Keine Angst vor starken Persönlichkeiten. Kein Ego, das im Weg steht. Nur so entsteht echte Freiheit.
Dabei ist eines geblieben: Die emotionale Verbindung zur Firma. Auch wenn er nicht mehr in jedem Detail steckt, trägt er die Verantwortung im Herzen weiter. Dieses Gefühl wird man nicht los. Und das ist auch gut so.
Nicht jeder ist für diese Reise gemacht. Patrick beschreibt es so:
Unternehmer sein bedeutet, auch dann gute Arbeit zu leisten, wenn niemand zusieht.
Es verlangt Disziplin, Ausdauer und Integrität.
Es braucht ein starkes Warum, das größer ist als man selbst.
Wer nicht den normalen Weg gehen will, kann nicht das normale Leben erwarten. Unternehmertum ist kein einfacher Weg, aber ein lohnender für alle, die bereit sind zu wachsen. Persönlich und beruflich.
Patricks Antrieb war nie der schnelle Exit. Sein Ziel war eine Unternehmenskultur, die Menschen stärkt, nicht kontrolliert. Eine Kultur, in der keine Politik hinter verschlossenen Türen nötig ist, sondern echte Zusammenarbeit entsteht. Eine Firma, in der alle Verantwortung tragen und gleichzeitig frei sind, sie selbst zu sein.
Heute strebt Patrick danach, in einen Aufsichtsrat eines großen deutschen Konzerns zu kommen. Sein Ziel: Unternehmenskultur als strategischen Vorteil sichtbar zu machen. Denn in einer Zeit, in der künstliche Intelligenz vieles übernehmen kann, bleibt eines einzigartig: die Art, wie Menschen zusammenarbeiten.
Er ist überzeugt: Kultur kann der entscheidende Unterschied sein. Nicht nur für das Betriebsklima, sondern für echten wirtschaftlichen Erfolg.
Patrick führt ein Unternehmen, in dem über 70 Mitarbeitende verteilt in Deutschland arbeiten. Doch Remote Arbeit funktioniert nur, wenn die Basis stimmt:
Klare Prozesse
Verbindliche Kommunikation
Vertrauen in die Eigenverantwortung
Richtige Auswahl der Mitarbeitenden
Er sagt klar: Wenn man anfangen muss zu kontrollieren, ist es eigentlich schon zu spät. Dann wurde bei der Einstellung oder in der Führung bereits etwas versäumt.
Einwände gegen Remote Arbeit kennt Patrick gut. Auch sein Gesprächspartner im Podcast beschreibt, wie wertvoll das gemeinsame Mittagessen nach einem Meeting sein kann. Patrick widerspricht dem nicht. Im Gegenteil. Doch für ihn ist das nicht dasselbe wie tägliche Büropräsenz.
Der Schlüssel liegt in der Qualität des Zusammenseins, nicht in der Quantität. Gemeinsames Lernen, echte Begegnung, bewusst geplante Treffen. Das ist der Weg, wie auch verteilte Teams echten Zusammenhalt erleben können.
Was Patrick an großen Konzernen kritisiert, ist die oft mangelnde Disziplin. Digitalisierung beginnt nicht mit Tools wie Slack oder Zoom. Sie beginnt mit Haltung. Es geht darum, klare Erwartungen zu formulieren, Informationen präzise zu teilen und Verantwortung abzugeben.
Führung heißt nicht Kontrolle. Führung heißt Klarheit. Und Klarheit verlangt Vorbereitung, Struktur und Disziplin. All das braucht Zeit und Mühe. Aber es lohnt sich.
Was tun, wenn das Unternehmen kurz vor dem Ende steht? Patrick Löffler kennt die Situation. Die Firma, damals noch unter einem anderen Namen, war im B2C Bereich aktiv. Doch trotz aller Bemühungen drohte das Scheitern. Dann kam ein Kunde mit einer ungewöhnlichen Idee: Warum nicht die Prepaid Karte für steuerfreie Sachbezüge nutzen?
Diese Anfrage war der Wendepunkt. Aus einer Gutschein Idee wurde ein vollwertiger Mitarbeiter Benefit. Statt einmaliger Geschenke entstand ein dauerhaft einsetzbares Produkt für Unternehmen. Die Karte wurde monatlich mit steuerfreiem Geld aufgeladen. Heute nutzen über 600000 Menschen die Lösung von givve jeden Monat.
givve ist ein Anbieter für steuerfreie Mitarbeiter Benefits in digitaler Form. Der bekannteste ist der steuerfreie Sachbezug mit bis zu 50 Euro pro Monat. Statt Papiergutscheinen gibt es eine wiederaufladbare Karte, die in fast allen Geschäften mit Mastercard Akzeptanz funktioniert.
Vorteile für Unternehmen:
Steuerfreier Bonus für Mitarbeitende
Zusätzliche Motivation und Bindung
Einfaches Handling durch digitale Prozesse
Vorteile für Mitarbeitende:
Netto Bonus ohne Abzüge
Monatlich verfügbar
Fast überall einlösbar
Zusätzlich gibt es eine digitale Lösung für Essenszuschüsse. Auch diese ist auf der Karte nutzbar und ersetzt klassische Papierblöcke oder analoge Systeme. Einfach, flexibel und skalierbar. So konnten auch große Konzerne überzeugt werden.
Patrick erklärt, warum Benefits wie der steuerfreie Sachbezug so wirksam sind: Es fühlt sich anders an als eine klassische Gehaltserhöhung. Die Karte ist greifbar. Sie wird bewusst wahrgenommen. Und sie kann aufgespart oder gezielt für besondere Dinge verwendet werden. Es entsteht ein Gefühl von Wertschätzung, das über die reine Summe hinausgeht.
Im Jahr 2018 verkaufte Patrick zusammen mit seinem Mitgründer das Unternehmen. Der Exit wurde nicht forciert, sondern ergab sich aus einer strategischen Situation. Einige Investoren wollten aussteigen, andere das Unternehmen skalieren. Die Lösung war ein Komplettverkauf an eine französische Genossenschaft mit ähnlichen Werten.
Der Verkaufsprozess dauerte ein Jahr. Er war intensiv, arbeitsreich und lehrreich. Patrick spricht offen über die Belastung in dieser Phase. Zwei Vollzeit Aufgaben gleichzeitig: Firma führen und Verkaufsprozess managen. Sein Finanzchef erlitt ein Burnout. Es war eine Grenzerfahrung.
Der Verkauf brachte Geld. Doch viel wertvoller war das persönliche Wachstum. Patrick lernte in dieser Phase, wie professionelle Kommunikation funktioniert. Wie man präzise formuliert. Wie man unter Druck handelt. Und wie man klare Grenzen setzt.
Eine wichtige Lektion: Grenzen zu setzen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Klarheit. Nur wer weiß, wo seine Grenze liegt, kann sie auch schützen.
Patrick war Teil der deutschen Snowboard Nationalmannschaft. Er trainierte täglich, reiste durch die Welt, bereitete sich auf Rennen vor, bei denen es auf zwei Minuten Leistung ankam. Diese Erfahrung prägt ihn bis heute. Im entscheidenden Moment musst du präsent sein. Egal ob du gut geschlafen hast oder nicht. Du musst abliefern.
Diese Fähigkeit hat er in sein unternehmerisches Leben übertragen. Bei über 250 Pitches vor Investoren lernte er das gleiche Prinzip: Bereite dich gut vor, trainiere regelmäßig, sei im Moment.
Seit vielen Jahren meditiert Patrick jeden Tag. Nicht, wenn es stressig ist. Sondern gerade dann. Für ihn ist Meditation kein Notfall Werkzeug, sondern eine Grundhaltung. Er sagt klar: Meditation wirkt nur, wenn du sie täglich machst.
Dabei kommt es nicht auf die Dauer an. Es geht um Kontinuität. Fünf Minuten reichen. Aber sie müssen zur Gewohnheit werden. Wie Zähneputzen. Wie Bewegung. Die Wirkung zeigt sich in entscheidenden Momenten, wenn Fokus gebraucht wird. Nicht, wenn der Alltag einfach ist, sondern wenn es darauf ankommt.
Ein zentrales Thema in Patricks Philosophie ist Vertrauen. Er betont immer wieder: Nur wenn du wirklich Verantwortung abgibst, kann ein Team wachsen. Das bedeutet auch, Fehler zuzulassen. Entscheidungen nicht zu korrigieren. Und Raum für Entwicklung zu schaffen.
Er erzählt, wie sein Mitarbeiter Adrian ihm klarmachte: Entweder du vertraust mir und ich bin verantwortlich, oder du machst es selbst. Eine klare Ansage. Und ein Wendepunkt im Führungsstil.
Denn nur wenn Menschen echte Verantwortung spüren, entwickeln sie Eigeninitiative. Dann handeln sie proaktiv. Dann entsteht ein starkes Team.
Patrick verfolgt bewusst den Ansatz, Menschen einzustellen, die in ihrem Bereich besser sind als er selbst. Auch wenn das Mut erfordert. Auch wenn das bedeutet, Kontrolle abzugeben. Doch genau das ermöglicht langfristig, dass man sich aus dem Operativen zurückzieht.
Ein Unternehmen ist dann erfolgreich, wenn das Team ohne ständige Kontrolle funktioniert. Und das gelingt nur mit Menschen, die mitdenken, Verantwortung übernehmen und aus Fehlern lernen dürfen.
Es ist leicht, morgens aufzustehen, wenn du motiviert bist. Aber was machst du an Tagen, an denen du absolut keine Lust hast? Patrick Löffler sagt klar: Ich mache es trotzdem. Denn er kennt das Gefühl danach. Und dieses Gefühl ist jedes Mal den Aufwand wert. Ob Sport oder Meditation, die Erkenntnis ist dieselbe: Bereut hat man es nie.
Gerade bei Meditation ist die Wirkung subtiler, aber spürbar. Patrick beschreibt, wie sich sein inneres System vom Kampfmodus in einen ruhigen Standby Zustand verschiebt. Es ist ein Werkzeug, um in emotional aufgeladenen Situationen schnell wieder bei sich selbst anzukommen. Ein Anker in der inneren Unruhe.
Was Patrick aus dem Profisport mitgenommen hat, ist nicht das Gewinnen, sondern der Umgang mit dem Verlieren. Die zentrale Frage lautet: Wie kommst du zurück? Mit Schwung oder mit Selbstmitleid? Das liegt in deiner Hand. Jeder verliert mal. Entscheidend ist, wie schnell du dich wieder aufrichtest.
Dabei hilft ein unterstützendes Umfeld enorm. Patrick erzählt, wie seine Finanzleiterin in einem kritischen Moment für ihn Nein gesagt hat, als er selbst keine Kraft dazu hatte. Für ihn ist das heute ein Kriterium für starke Beziehungen: Kannst du für dich selbst Nein sagen und auch mal für jemand anderen?
Abenteuer entstehen nicht, wenn alles glatt läuft. Patrick erinnert sich an einen chaotischen Skitag mit seinen Kindern oder an die nervenaufreibende Besteigung des Mont Blanc mit einem Guide, der ihm mitten im Abstieg einfach zuruft: Lauf. In dem Moment furchtbar, rückblickend unvergesslich.
Diese Geschichten sind es, die uns prägen. Sie entstehen in schwierigen Situationen. Dort, wo es weh tut. Und dort, wo du dich entscheidest, nicht aufzugeben.
Ein besonders emotionaler Teil des Gesprächs dreht sich um Familie. Patrick spricht offen über seine Trennung nach 19 Jahren Beziehung. Es ist kein Versagen, sondern ein schmerzhafter Wachstumsprozess. Er sagt klar: Familie ist nicht verhandelbar.
Was das konkret bedeutet:
Präsenz am Abendessen ist ein fixer Termin
Kinderzeit hat Priorität
Disziplin schafft Raum für Nähe
Trotz aller Opfer im Beruf blieb Patrick bei einem Thema kompromisslos: Zeit mit den Kindern. Und das zahlt sich heute aus. Die Verbindung ist tief, die Beziehung stabil.
Für Patrick bedeutet eine erfolgreiche Familie nicht perfekte Harmonie, sondern echte Verbindung. Es geht um einen Raum, in dem gemeinsam Entwicklung möglich ist. Um Humor, um Co Kreation, um tiefe Resonanz. Und um die Erkenntnis, dass man gemeinsam etwas aufbaut, das durch keine Karriere zu ersetzen ist.
Wenn Patrick eine einzige Botschaft mitgeben dürfte, wäre es diese:
How you do anything is how you do everything.
Wie du Zähne putzt. Wie du isst, wenn du allein bist. Wie du die kleinsten Dinge im Alltag machst. All das prägt dich. Und überträgt sich auf größere Entscheidungen. Achtsamkeit beginnt nicht im Großen, sondern im Kleinen. Wer beginnt, die kleinen Dinge bewusst zu tun, verändert sein gesamtes Leben.
Patrick glaubt an große Visionen. Aber er weiß auch: Sie werden nur Realität, wenn du den ersten Schritt machst. Sein Tipp: Zerlege große Ziele in kleine Aufgaben. Und fange an. Nicht alles auf einmal. Nur der erste Schritt. Dann der zweite. Irgendwann blickst du zurück und erkennst, wie weit du gekommen bist.
Groß denken bedeutet nicht Realitätsverlust, sondern Mut. Auch wenn andere sagen, dass etwas nicht geht. Auch wenn die eigene Stimme zweifelt. Wichtig ist, sich eine Vision zu erlauben. Und dann systematisch darauf hinzuarbeiten. So ist Patrick heute auf dem Weg, in einen Aufsichtsrat eines börsennotierten Konzerns einzuziehen. Weil er sich traut, groß zu träumen. Und konsequent kleine Schritte geht.
Zum Abschluss teilt Patrick seine Buchempfehlungen:
Never Split the Difference von Chris Voss – Verhandlungstechniken auf höchstem Niveau
Science Fiction Romane wie The Backyard Starship – für alternative Denkweisen und Inspiration aus unerwarteten Quellen
Er plädiert auch für Unterhaltung. Denn nicht alles muss immer lehrreich sein. Manchmal steckt die größte Weisheit in einem unterhaltsamen Abenteuer.
Patrick Löffler ist mehr als ein Unternehmer. Er ist ein Mensch, der tiefe Klarheit über sich selbst hat. Der offen über Erfolge, Scheitern und persönliche Krisen spricht. Und der zeigt, wie man mit Disziplin, Vision und Menschlichkeit ein Unternehmen aufbaut, das über Zahlen hinaus Wirkung hat.
Sein Weg ist keine Schablone, sondern eine Einladung: Finde deinen eigenen Weg, aber geh ihn mit voller Präsenz.
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